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VCK sieht Chancen im Hightech-Markt


Pressemitteilung 15-12-2016

Quelle: DVZ

Blick ins Lager von VCK Logistics in Düsseldorf: Eine ähnliche Anlage entsteht für einen großen Mobilfunkkunden gerade in Duisburg.

15. Dezember 2016 | von Claudius Semmann

In der Welt der Logistikimmobilien sind 30.000 m2 große Hallen heute eigentlich nichts Besonderes. Für Michael Wortmann ist ein neuer Standort dieser Größenordnung ein Meilenstein. Er ist einer von zwei Geschäftsführern des Dienstleisters VCK Logistics aus Düsseldorf. Wortmann kam vor gut 20 Jahren an Bord des Unternehmens, das damals noch Compass hieß, seit 2014 aber zu 100 Prozent zur niederländischen VCK Group gehört, die 2010 zunächst mit einer 50-Prozent-Beteiligung eingestiegen war.

Die Telekommunikationslogistik war und ist das Kerngeschäft der Düsseldorfer. Auch die neue Logistikanlage im Gewerbepark Duisburg, deren Fertigstellung für April 2017 geplant ist, wird der Dienstleister komplett für einen Kunden aus der Mobilfunkbranche betreiben. Den Namen darf Wortmann noch nicht verraten. Von dort aus sollen künftig Produkte weltweit verteilt werden. Damit erweitert sich die angemietete Lagerfläche des Dienstleisters um ungefähr ein Drittel.

In der Branche sieht Wortmann noch immer Potenzial für Neugeschäft. „Der mobile Datenaustausch wird weiter an Fahrt gewinnen, und dafür braucht es Infrastruktur“, begründet er. Der Dienstleister ist in allen Mobilfunknetzen in Deutschland mit Projekten unterwegs. Wortmann zufolge stehen größere Veränderungen durch Netzkonsolidierungen und Hardwarewechsel an. Der Dienstleister hat zwar nicht immer direkt Verträge mit den Netzanbietern, aber zum Beispiel mit den System- und Netzwerklieferanten. VCK übernimmt Lagerhaltung sowie Konsolidierung verschiedener Lieferanten, sorgt für Transparenz durch IT-Werkzeuge, stellt Komponenten maßgeschneidert für einen bestimmten Installationsstandort zusammen und liefert sie an. Es geht zum Beispiel um Schaltschränke, Kabel, Zubehör, Antennen sowie Unter-/Stahlkonstruktionen.

Um einen weiteren Schwerpunkt zu bilden, will VCK Logistics stärker in den Hightech-Markt vordringen. In der Branche beobachtet Wortmann nicht nur einen Trend zum Logistik-Outsourcing, sondern auch zur Auslagerung von Prozessen, die bisher nicht unbedingt Kerngeschäft der Logistik sind. Dazu zählen zum Beispiel die Konfiguration von Produkten im Bankenwesen, Service- und Technikcenter-Aktivitäten, Personalisierung oder Softwarebespielung. Auch bei diesen Aufgaben versucht VCK Logistics Fuß zu fassen. Wortmann spricht bei seinem Unternehmen daher eher von einem Dienstleister als von einem Logistiker. Zudem verstehe er das Unternehmen als strategischen Partner und nicht nur als reinen Erfüllungsgehilfen. „Unsere Kunden betreuen wir in der Regel zwischen 10 2 VCK sieht Chancen im Hightech-Markt - DVZ http://www.dvz.de/rubriken/logistik-verlader/single-view/nachricht/vck... 1 von 2 19.12.2016 12:06 Deutschlands größte Suchmaschine für Transport und Logistik und 20 Jahre“, sagt er.

VCK Logistics will das Geschäft zudem weiter internationalisieren. Wortmann zufolge stehen vor allem die an Deutschland angrenzenden Länder im Fokus – allen voran Österreich und Polen. Der Dienstleister operiert bisher aus Lagerstandorten in Düsseldorf, im nahe gelegenen Ratingen und in Schiphol/Amsterdam. Zudem wird der Schweizer Markt über ein Logistikzentrum in Büron bei Zürich/Luzern versorgt.

„Unter der VCK Group haben wir uns vom Local Hero zum internationalen Player entwickelt“, sagt Wortmann. Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Amsterdam operiert in den Segmenten Logistik und Geschäftsreisen. Das 1915 gegründete Unternehmen ist im Luft- und See- sowie Terminalgeschäft aktiv. VCK Logistics in Deutschland, den Niederlanden und in der Schweiz gehört zum vierten Geschäftsfeld Supply Chain Solutions. Der Gruppenumsatz liegt bei rund 350 Mio. EUR im Jahr. VCK ist ein Stiftungskonstrukt, es gibt keine Anteilseigner. Ein bestimmter Anteil der operativen Erträge geht in eine Stiftung, die zum Beispiel die Humanmedizin unterstützt. Der Rest fließt komplett in die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens.

Neues Softwaresystem

Ein großes Thema ist dabei die Informationstechnik. „Wir sind auf Gruppenebene gerade dabei, eine neue IT-Plattform einzuführen“, sagt Wortmann. Dabei setzt die VCK Group auf Microsoft Dynamics NAV, ein Enterprise-Resource-Planning-System speziell für den Mittelstand, das alle anderen Systeme ablösen wird und die Bereiche Warehouse Management, Transport, Planung und Mehrwertservices auf einer Plattform abbilden soll. „Darauf können künftig auch maßgeschneidert Webapplikationen sowie Apps entwickelt werden, zum Beispiel für bestimmte Leistungskennzahlen, welche die Kunden dann abrufen können.“

Auch in den kommenden Jahren werde die Arbeit an Themen wie Transparenz und Visibilität in der Branche im Fokus stehen, ist Geschäftsführer Wortmann überzeugt. Es gehe grundsätzlich darum, Abläufe und Prozesse noch stärker durch IT zu beeinflussen und zu steuern. „Unsere Kunden wollen immer mehr Informationen in Echtzeit zu ihren Warenbewegungen.

Schlagworte: VCK Michael Wortmann

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